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	<title>Geburtshaus Bielefeld</title>
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	<description>geburtshaus bielefeld - natürlich und sicher zur welt kommen</description>
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		<title>Mats</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 07:55:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Alles fing damit an, dass Ingo und ich den Infoabend des Geburtshauses besuchten. Für mich stand relativ schnell fest, dass ich mir eine Geburt im Krankenhaus nicht vorstellen konnte. Wir fühlten uns im Geburtshaus gleich wohl und gut aufgehoben. Nun saßen wir da…Mit vielen, vielen anderen werdenden Eltern. Wir schauten uns die Räumlichkeiten an und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alles fing damit an, dass Ingo und ich den Infoabend des Geburtshauses besuchten. Für mich stand relativ schnell fest, dass ich mir eine Geburt im Krankenhaus nicht vorstellen konnte. Wir fühlten uns im Geburtshaus gleich wohl und gut aufgehoben.</p>
<p>Nun saßen wir da…Mit vielen, vielen anderen werdenden Eltern. <span id="more-1972"></span></p>
<p>Wir schauten uns die Räumlichkeiten an und auch Meike und Jule waren uns sofort sympathisch. Somit entschieden wir uns am Ende des Infoabends uns anzumelden.</p>
<p>Das stellte sich nur alles schwieriger dar als wir es vermuteten.</p>
<p>Ich war gerade Anfang vierter Monat und es waren schon alle Kapazitäten für Dezember ausgeschöpft. Wir hinterließen unsere Daten und hofften darauf nachzurücken. Meike sagte, dass sie im Team besprechen würde ob es noch klappen könnte oder nicht. Sie würden sich bei uns melden.</p>
<p>So waren wir ziemlich enttäuscht und machten uns auf den Weg nach hause.</p>
<p>Wir warteten sehnsüchtig auf den Anruf und tatsächlich…Wir konnten kommen!!</p>
<p>Dann folgten viele nette Vorsorgen in denen wir das komplette Team kennen lernten und immer viel Spaß miteinander hatten.</p>
<p>So rückte der Geburtstermin, welcher der 29.12.11 sein sollte, immer näher.</p>
<p>Zwei Wochen vor Weihnachten hieß es dann dass er sich auch schon früher auf den Weg machen könnte. Mein Muttermund war schon 1-2 cm auf, Gebärmutterhals verkürzt und auch sonst lag Mats schon sehr tief im Becken.</p>
<p>Ich war froh und wartete sehnsüchtig auf die ersten Wehen, denn mein Umfang war mittlerweile schon recht beachtlich, die Nächte mies und ich hatte einfach keine Lust mehr……..</p>
<p>Meine Ärztin und auch Jule prophezeiten: „Vor Weihnachten isser da!!“</p>
<p>Weihnachten kam….dann Silvester….Aber keine Spur von Mats….</p>
<p>Ich hatte mittlerweile das Gefühl, dass alles wahrscheinlicher wäre als das ich in der nächsten Zeit unser Kind zur Welt bringen würde.</p>
<p>An meinem letzten Arzttermin ende Dezember ging es dann schon um das Thema „Einleitung“…Meine Laune war auf dem Tiefpunkt! Krankenhaus, Einleitung…Auf keinen Fall!!! Kann das nicht jemand anders machen???? Meine ganze Schwangerschaft war so super unkompliziert…kann das jetzt bitte auch so enden???</p>
<p>Meine Nächste Vorsorge im Geburtshaus war dann am 4.01.12, ein Mittwoch. Am folgenden Freitag sollte es dann zum Arzt gehen…Die Einleitung rückte näher, wobei Sabine immer sagt dass er sich bestimmt noch auf den Weg machen würde und sonst bekäme ich den Cocktail…. (Schön das alle anderen so optimistisch waren).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So gingen wir nun zur Vorsorge bei Sabine.</p>
<p>Ingo hatte Zeit und kam, wie immer wenn es mit seinen Dienstzeiten zu vereinbaren war, mit.</p>
<p>Den ganzen morgen über hatte ich schon diese „Regelschmerzen“ die auch recht regelmäßig, alle 30 min. wiederkehrend.</p>
<p>Aber was sollte es…Diese schmerzen hatte ich auch schon vorher mal.</p>
<p>Sabine sagte, wir machen mal nen CTG und schauen ob du Wehen hast….Und…. Natürlich nicht!!!! Keine Wehen!!! Grrrrrr!!!</p>
<p>Sabine wollte mich dann noch mal untersuchen. Ich ging vorher noch mal kurz zur Toilette und da wars…Irgendetwas war gerade passiert…Herzlichen Glückwunsch Sie haben sich Ihres Schleimpfropfs entledigt…Leicht blass kam ich von der Toilette wieder und berichtete Sabine. Die Reaktionen waren wie erwartet: „ Sagen wir doch….Mach dich nicht verrückt…Bleib Locker&#8230;“. Ingo und Sabine waren sich einig. (Ich war ja auch die, die sich Nachts nicht mehr umdrehe konnte und sich ihre Schuhe nicht mehr selbst zubinden konnte…Da kann man schon mal ungeduldig werden…Hinzu kommt die Spannung auf Mats..Wie sieht er wohl aus??)</p>
<p>Aber…So wies aussieht bekomm ich doch noch mein Kind bevor die nächste Eiszeit anbricht. Aber auch nach dem Schleimpfropf kann das ganze ja noch dauern….</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So fuhren Ingo und ich wieder nach Hause.</p>
<p>Wir machten es uns auf dem Sofa gemütlich…. Und…Meine nicht vorhandenen Wehen wurden über den Nachmittag immer stärker. Ingo der gegen 17 Uhr zum Squash wollte, fragte mich ob er bleiben sollte. Ich sagte ihm dass er ruhig fahren könne. In der nächsten Stunde würde ja eh nix passieren und die Stunde die er weg ist wäre das alles ja kein Problem….Denkste!!! Ich rief Sabine an um ihr zu berichten was da gerade so mit mir passiert. Sie sagte ich solle Baden gehen und schauen ob die Wehen bleiben….Japp, sie blieben…und wie!!!! Jede Minute eine Minute lang…veratmen ging am besten über der Fensterbank hängend (für alle die es noch vor sich haben).</p>
<p>Somit rief ich Ingo an, der gerade seinen Schläger geschnappt hatte und loslegen wollte, dass es nun doch nicht mehr soooo lustig war.</p>
<p>Sabine kam gegen 19 Uhr. Untersuchte mich (Muttermund 3-4 cm, es tat sich also was) und wir vereinbarten, dass wir gleich mit ins Geburtshaus kommen wollten (im Auto mit noch dolleren Wehen stellte ich mir nämlich nicht mehr ganz so angenehm vor).</p>
<p>Ich wollte schnell wie möglich wieder in eine Badewanne!!<br />
So schnappten wir uns alle Sachen und fuhren los.</p>
<p>Sabine und Jule, die Hebammenschülerin, begrüßten uns mit einem schön hergerichteten Geburtsraum der gemütlich, warm und einladend war was man vom Wetter draußen nicht behaupten konnte, dort tobte Sturmtief „Andrea“.</p>
<p>So setzte sich der Abend fort (stürmisch).</p>
<p>Ich veratmete die Wehen am Wickeltisch und ging dann, als die Badewanne voll war baden. Dort waren die Wehen erträglicher und ich konnte mich besser entspannen. Bis auf eine Pause vom Baden in der ich wieder zum Wickeltisch tendierte, verbrachten wir so die Eröffnungsphase.</p>
<p>Es zog sich ganz schön und ich war wirklich froh als Sabine mir gegen 0 Uhr sagte, dass mein Muttermund nun vollständig geöffnet sei. Leider stellte sich nur die Fruchtblase quer. Diese wollte nicht platzen…Sabine half nach und von da an ging es auch vorwärts.</p>
<p>Ich lag seitlich und mal im Vierfüßler auf dem Bett, da Mats sich nicht ganz optimal ins Becken eingestellt hatte. Irgendwann schien es dann aber zu passen und die Wehen mauserten sich zu ausgewachsenen Presswehen.</p>
<p>Was eine Erleichterung endlich „mitschieben“ zu dürfen!! Ingo hielt tapfer meine Hand. (An dieser Stelle sollte erwähnt werden dass Ingo während der ganzen Geburt super war!! Ohne ihn hätte ich das nie geschafft. Auch wenn er jetzt sagen würde: „ Ich hab doch nichts gemacht..Was ist denn schon Händchen halten und die paar aufmunternden Worte“. Er war halt da und das war das Wichtigste!!!!!!).</p>
<p>Während ich mich weiter mit den Presswehen rumschlug und ich gefühlt das ganze Haus unterhielt, bereiteten Jule und Sabine alles vor dem Bett vor um in der „tiefen Hocke“ den Endspurt ein zu läuten. Dann kam auch Meike, die in dieser Nacht zweite Hebamme war. Sie konnte wahrscheinlich eh nicht schlafen da ich etwas lautstark mitpresste.</p>
<p>Ich dachte in diesem Moment nur cool, gleich ist es geschafft…gleich isser da!!!</p>
<p>Ich hockte mich zwischen Ingo´s Beine und das Pressen ging ganz von allein. Sabine sagte nach der Wehe: „ Vero du musst noch mal aufstehen“. (Ich dachte:…Auf keine Fall….Dann flutscht Mats doch wieder zurück!!!!!! ). Aber so war es…noch ein paar Mal. Während dessen versuchte Sabine meinen Damm mit Kaffee vorm Reißen zu bewahren.</p>
<p>Irgendwann durfte ich dann aber Pressen bis der Kopf da war. Dann ging alles ganz schnell und mit der nächsten Wehe war Mats geboren.</p>
<p>Später erfuhr ich dann das Mats mit der Hand am Kopf zur Welt kam und das hinstellen meine Damm schonen sollte…</p>
<p>Leider brachte es nicht so viel.</p>
<p>Aber als der kleine Mann da so vor uns lag und losbrüllte war ich wie verzaubert. Ein unglaubliches Gefühl……Ich war und bin total verliebt in unseren Kleinen!!!</p>
<p>Jetzt im Nachhinein kann ich sagen, dass sich alles gelohnt hat, die Schmerzen, das Warten einfach alles. Auch wenn unsere Nächte nicht mehr so lang und entspannt sind. Wenn Mats uns morgens zerknautscht ansieht…er jeden Tag etwas Neues dazu lernt, immer wacher wird…Dann ist man für alles entschädigt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und…. Fast zu letzt…Ich weiß wie es ist diese Geburtsberichte zu lesen, man erhofft sich etwas Klarheit über das was einem Blüht und keiner kann einem sagen wies ist. Ich auch nicht. Klar man hat Schmerzen und es ist wirklich anstrengend. Aber es ist zu ertragen und man schafft es!!! Also nur Mut!!! Ihr schafft das auch!!!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und zu letzt….Vielen, Vielen Dank an Sabine, Jule und Meike!! Ihr wart (seid) super!! Ich würde jeder Zeit wieder mit euch ein Kind bekommen ;o)</p>
<p>Ihr wart uns eine super Stütze und wir haben uns unglaublich wohl gefühlt und vor allem sehr sehr gut betreut!!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielen Dank!!!!!!!!!!!!!!!!!!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mats, Ingo und Vero</p>

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		<title>Wiederholungstäter</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 08:43:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>meike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geburtshaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Info: wer nach der Geburt Kurse bei uns besucht, bekommt ab dem 2. Selbstzahlerkurs generell 10% ermäßigt! Folgende Kurse sind davon betroffen: Rückbildung für Profis, Babymassage und Fit mit Kind!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Info: wer nach der Geburt Kurse bei uns besucht, bekommt ab dem 2. Selbstzahlerkurs generell 10% ermäßigt! Folgende Kurse sind davon betroffen: Rückbildung für Profis, Babymassage und Fit mit Kind!</p>
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		<title>Mitja Jimi</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 07:43:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[ Mitja kam einen Tag nach seinem berechneten Termin zur Welt. Am 26. November sind wir abends noch zum Essen ausgegangen. Dabei haben wir uns vorgestellt, es wäre das letzte mal Essen gehen vor der Geburt. Das war aber ein ziemlich abwegiger Gedanke, denn wir konnten uns nicht vorstellen, dass Mitja wirklich am nächsten Tag zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="JUSTIFY"> Mitja kam einen Tag nach seinem berechneten Termin zur Welt. Am 26. November sind wir abends noch zum Essen ausgegangen. Dabei haben wir uns vorgestellt, es wäre das letzte mal Essen gehen vor der Geburt. Das war aber ein ziemlich abwegiger Gedanke, denn wir konnten uns nicht vorstellen, dass Mitja wirklich am nächsten Tag zur Welt kommen könnte. Tatsächlich fiel es mir bis zum Schluss schwer zu glauben, dass jetzt wirklich der Tag der Geburt gekommen war.<span id="more-1968"></span></p>
<p align="JUSTIFY">Vor dem Schlafen gehen hatte ich an diesem Tag das unwiderstehliche Bedürfnis, die Geburtshaus-Tasche nochmal zu kontrollieren. Dabei hab ich mir aber nichts gedacht. Wie so oft habe ich vor dem schlafen gehen auch ein paar diffuse Wehen verspürt, aber mir auch dabei nichts gedacht. Die Nacht war auch noch wie immer. Um halb acht morgens bin ich dann aufgewacht mit deutlichen und regelmäßigen Wehen, die immerhin so stark waren, dass ich sie nicht ignorieren konnte. Also bin ich aufgestanden. Wir haben gefrühstückt und ich habe angefangen, die Wehen so zu veratmen wie ich es von den Hebammen im Geburtshaus gelernt hatte. So atmend und zählend hab ich dann einige Stunden auf dem Sofa gelegen und Radio gehört. Nebenbei haben wir versucht herauszufinden, in welchem Takt sich die Wehen wiederholten. Sie kamen schon relativ regelmäßig im Abstand weniger Minuten und dauerten etwa 90 Sekunden. Weil wir uns noch erinnerten, dass Laufen und Treppen steigen in solchen Situationen nicht verkehrt ist, haben wir uns auf den Weg zum Park gemacht und sind dort eine Runde spazieren gegangen. Wieder atmend und dabei zählend. Das war zwar anstrengend, aber trotzdem sehr angenehm und außerdem eine willkommene Abwechslung. Während der Wehen gab es jetzt auch was für den werdenden Vater zu tun: er musste in jeder Wehe mein Gewicht an seinem Arm halten während wir weiter liefen. Zwischendurch musste er mich daran erinnern zu atmen und nicht die Luft anzuhalten, wozu ich während der Wehen sehr neigte.</p>
<p align="JUSTIFY">Nach dem Spaziergang haben wir wieder die Treppen zu unserer Wohnung im dritten Stock erklommen. Den Umständen entsprechend unfassbar langsam. Noch im Park haben wir den Beschluss gefasst, den Badewannentest zu machen, sobald wir zurück sind. Da zur Ausstattung unserer Wohnung leider keine Badewanne gehört, haben wir den Test eben in der Dusche gemacht. Dazu habe ich mich auf einen metallenen Bistro-Stuhl unter die Dusche gesetzt, während der zukünftige Papa mit einer Stoppuhr auf dem gegenüber liegenden Klo platznahm, um die Zeiten zwischen und während der Wehen zu stoppen. Würden die Wehen weggehen, könnten wir uns für diesen Sonntag was anderes vornehmen als fortwährend bis zwei ein- und dann bis vier auszuatmen. Vielleicht ein Kinobesuch oder sowas. Die Wehen gingen aber nicht weg. Sie wurden kürzer, kamen in kürzeren Abständen und blieben gleich stark. Nachdem sich meine Haut schon mit mehreren Litern Wasser vollgesogen hatte und ich das Gefühl bekam, langsam wasserlöslich zu werden und mit den prasselnden Tropfen im Abfluss zu versickern, brachen wir den Test ab. Jetzt gab es keinen Zweifel mehr: Wir würden an diesem Sonntag wohl nur noch ein Ziel ansteuern und das würde kein Kino sein.</p>
<p align="JUSTIFY">Gegen 13 Uhr haben wir also die erste Notfall-Nummer des Geburtshauses angerufen. Sabrina ging ran und hörte sich an, was bisher geschah. Sie sagte, dass sie noch bis 14 Uhr einen Termin im Geburtshaus hätte und schlug vor, dass wir danach ruhig mal vorbei kommen sollten, wenn wir möchten. Wir könnten natürlich auch jederzeit vorher kommen. Aber wir hatten es nicht eilig, denn die Wehen waren noch immer gut zu veratmen und wir waren entspannt. Also noch ein bisschen Radio gehört und Tee getrunken. Dann kam uns die Idee, noch eine Runde durch den Park zu laufen. Auf dem Rückweg wurden die Wehen schlagartig heftiger, so dass mir die Treppen zu unserer Wohnung nun als unüberwindliches Hindernis erschienen. Wir beschlossen, dass ich im Auto warten und der Papa die Tasche holen würde. Später stellte sich heraus, dass ich vergessen hatte, den Mutterpass einzupacken, nachdem ich ihn zehn Monate lang immer am Körper getragen hatte.</p>
<p align="JUSTIFY">Auf dem 30 Meter langen Weg vom Auto zum Geburtshaus mussten wir zweimal anhalten, um Wehen zu veratmen. Während der Wehen war Laufen jetzt nicht mehr möglich. An der Tür zum Geburtshaus kam uns auch schon Sabrina entgegen. Es war zwei Uhr und sie wollte schnell noch mit ihrem Hündchen raus, um uns dann anzurufen. Das Hündchen hatte damit natürlich den Kürzeren gezogen.</p>
<p align="JUSTIFY">Sabrina ließ uns rein, fragte den Status ab und verfrachtete mich relativ schnell in die Badewanne. Das war sehr angenehm. Dort haben wir weiter Wehen veratmet und relativ bald auch auf verschiedene Vokale getönt. Kurz darauf kamen auch Lisa und die Hebammenschülerin Nadine dazu, so dass wir dann zu fünft im Badezimmer saßen und tönten. Sehr schöne Akustik.</p>
<p align="JUSTIFY">In unserer Geburtshaus-Tasche befand sich alles, was auf der Liste stand. Darunter auch Musik, um sich die Zeit zu vertreiben, bisschen was zu futtern, der Fotoapparat, verschiedene Klamotten für uns beide und das Baby, Zahnputzzeug und vieles mehr. Nichts davon sollten wir am Ende brauchen, weil alles so schnell ging.</p>
<p align="JUSTIFY">Noch in der Badewanne durfte ich anfangen zu pressen. Dann pressen am Tuch hängend, pressen im Liegen, im Hocken, im Knien, nochmal im Liegen und nochmal in der Hocke und so weiter. Langsam ging mir echt die Puste aus und auch Lisa und Sabrina waren der Meinung, es müsste bald soweit sein. Nach einem für alle Beteiligten sehr anstrengenden und für mich sehr schmerzhaften Endspurt kam um 16:16 Uhr der Kleine zur Welt. Im ersten Moment spürte ich im wahrsten Sinne des Wortes eine große körperliche Erleichterung. Ich konnte Mitja in diesem Moment noch nicht sehen, aber vor allem konnte ich ihn nicht hören. Kein Schreien. Uns war sofort klar, dass irgendwas nicht stimmte. Lisa und Sabrina nabelten ihn sofort ab und brachten ihn zum Wickeltisch. Lisa sagte was von Sauerstoff und beatmen und fing an, den Kleinen sehr zügig und routiniert zu bearbeiten. Sabrina rief im selben Moment schon einen Notarzt. Als wir sahen wie Lisa das Baby schließlich von Mund zu Mund beatmete und wir immernoch nichts hörten, bekamen wir Panik und befürchteten schon das Schlimmste. Alle Hebammen taten währenddessen ihr bestes, um uns zu beruhigen und erklärten uns mehrmals, dass der Herzschlag einwandfrei sei. Dann plötzlich nach einer gefühlten Ewigkeit konnte man endlich ein kleines Husten hören. Und noch eins und dann auch ein Schreien. Uns fiel ein riesen Stein vom Herzen. Diese wenigen Sekunden kamen uns vor wie Stunden. Unser Herzschlag war in diesen Sekunden sicher nicht einwandfrei. Und dann waren auch schon die Rettungswagen da. Gleich zwei und dazu noch ein Kinder-Not-Mobil. Der Raum war plötzlich voll mit Notärzten und Sanitätern, von denen die meisten etwas unterfordert rumstanden.</p>
<p align="JUSTIFY">Mitja hat es sich nicht nehmen lassen, alle Hebammen, Ärzte und Sanis mit Kindspech zu beglücken. Der Kleine wurde in den folgenden Minuten gründlich durchgecheckt. Er hatte Fruchtwasser eingeatmet, weshalb er nicht sofort atmen konnte. Außerdem trug er die Nabelschnur wie eine Schärpe quer um seinen Körper gewickelt, so dass er festhing und es ein bisschen schwer hatte, rauszukommen. Jetzt ging es ihm aber schon super. Er schrie wie am Spieß und hatte eine sehr gesunde Hautfarbe. Man beschloss, ihn für eine Nacht zur Beobachtung ins Krankenhaus mitzunehmen. Wir konnten ihn deshalb nur einmal kurz für wenige Minuten in unsere Arme schließen und auf der Welt begrüßen, bevor er schonwieder verschwunden war. Mit zwei netten Damen verließ er kurz nach seiner Geburt das Haus. Der wollte wohl nichts anbrennen lassen…</p>
<p align="JUSTIFY">Lisa und Sabrina haben sich in den folgenden zwei Stunden sehr lieb um uns gekümmert und mit allem nötigen versorgt (Dusche, Pizza, Kaffee, Dammnaht, beruhigende Worte etc.), bevor wir dem Kleinen hinterherfahren konnten. Auch ins Krankenhaus haben die beiden uns noch begleitet. Das war super, denn wir waren ganz schön durch den Wind.</p>
<p align="JUSTIFY">Trotz des fürchterlichen Schreckens, den Mitja uns allen eingejagt hat, haben Lisa und Sabrina extrem schnell, besonnen und professionell reagiert und unserem kleinen Jungen damit das Leben gerettet. Falls Mitja eines Tages ein Geschwisterchen bekommen sollte, wird dieses auf jeden Fall auch im Geburtshaus zur Welt kommen. Da ist man einfach in den besten Händen!</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">
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		<title>Kapazitäten für Geburten werden knapp !</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 20:26:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>meike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geburtshaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Paare,  am 2. Februar findet der nächste Infoabend statt. Leider haben wir in den Monaten April bis Juli nur noch sehr! begrenzt Plätze für Geburten frei&#8230;, bei Interesse ruft doch bitte vor dem Infoabend schon einmal an, um nach den aktuellen Kapazitäten zu fragen. Nicht das die Enttäuschung am Infoabend kommt und man auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Paare,  am 2. Februar findet der nächste Infoabend statt. Leider haben wir in den Monaten April bis Juli nur noch sehr! begrenzt Plätze für Geburten frei&#8230;, bei Interesse ruft doch bitte vor dem Infoabend schon einmal an, um nach den aktuellen Kapazitäten zu fragen. Nicht das die Enttäuschung am Infoabend kommt und man auf der &#8220;Warteliste&#8221; landet. Danke schon im voraus und wir freuen uns auf euch am 2. Februar! An dem Abend führen euch Sabine und Meike durch das Geburtshaus!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Karl Oskar</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 08:34:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Es fing damit an, dass ich dieses mal im Geburtshaus entbinden wollte – unsere beiden „großen“ Söhne (Fritz 5 Jahre und Wilhelm 4 Jahre) sind in Rostock im Krankenhaus zur Welt gekommen, was auch völlig in Ordnung so war. Hier in Bielefeld, wo ich seit 4 Jahren zuhause bin, war ich mit der Auswahl an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es fing damit an, dass ich dieses mal im Geburtshaus entbinden wollte – unsere beiden „großen“ Söhne (Fritz 5 Jahre und Wilhelm 4 Jahre) sind in Rostock im Krankenhaus zur Welt gekommen, was auch völlig in Ordnung so war. Hier in Bielefeld, wo ich seit 4 Jahren zuhause bin, war ich mit der Auswahl an Kreisssälen total überfordert und hatte so gar keine Lust auf eine Besichtigungstour etc. Außerdem wollte ich ja eigentlich schon unser 1. Kind im Geburtshaus bekommen, aber in Rostock gab es 2005 leider keines. Nachdem ich von allen Seiten nur Positives gehört hatte, schaffte ich es – spät dran wie immer – den letzten Platz für den relevanten Geburtszeitraum zu ergattern. Ausgerechnet war unser Murkelchen für den 6. Oktober. Wie auch bei den beiden Großen, hatten wir keine Ahnung, ob es ein Junge oder Mädchen ist – diese letzte Überraschung wollten wir uns nicht nehmen lassen.<span id="more-1954"></span></p>
<p>Nachdem ich 4 Hebammen kennen gelernt hatte, fehlte mir nur noch die Jule. Bedingt durch die Urlaubszeit hatten wir einige Schwierigkeiten, einen Termin zu finden, einigten uns aber auf den 23. September – es war ja noch genug Zeit bis zum Entbindungstermin. Scherzhaft sagte ich noch zu Sebastian „Pass auf, unser Kind kommt früher und ich lerne Jule bei der Geburt kennen.“</p>
<p>Am Montag abend (12.September) spürte ich dann so einen eigenartigen Druck auf die Blase und alles fühlte sich irgendwie komisch an, so dass ich es an der Zeit fand, wenigstens ein Paket kleine Windeln und auch für mich das Nötigste zu kaufen. Am nächsten Tag fühlte ich mich nicht wirklich wohl und hatte das Gefühl „auszulaufen“, glaubte aber nicht wirklich an einen Blasensprung – eher an eine Blasenentzündung. Also ab zur Frauenärztin. Diese gab erstmal Entwarnung – mit dem Baby alles gut, nur der Kopf drückte so stark auf die Blase und der Muttermund ca. 2 cm auf. Sie meinte, es würde wohl nicht mehr so lange dauern, aber bei den 3. wisse man ja nie. Das hatte ich inzwischen sooo oft gehört, dass die Dritten immer Fehlalarm machen würden und überhaupt tückisch wären.<br />
Nichts desto trotz war es wohl aber doch an der Zeit, das Babybettchen aus dem Keller zu holen.</p>
<p>Um 2:00 Uhr morgens (14.September) bin ich dann mit Wehen aufgewacht. Ich war erstmal skeptisch und vermutete einen Fehlalarm. Die Wehen waren unregelmäßig und noch nicht zu stark und ich musste ständig daran denken, dass ich ja erst ab der vollendeten 37. Woche ins Geburtshaus durfte. Ich machte also erstmal das Babybettchen bereit – abstauben, Matratze auspacken und beziehen – sicher ist sicher.</p>
<p>Um 5:00 Uhr hab ich mich dann doch entschieden, die 1.Hebamme anzurufen und hatte Sabrina am Telefon. Ich erklärte ihr meinen Zustand und dass ich nicht ins Krankenhaus wollte, auch wenn ich erst 36 +6 war. Sabrina war ganz ruhig und sagte, sie würde sich erstmal anziehen und vorbeikommen, damit wir schauen konnten, wie ernst es tatsächlich wäre und dann könnten wir ja alles mit der 2. Hebamme besprechen. Also hab ich Sebastian geweckt und ihm gesagt, er solle doch sicherheitshalber schon mal die Babysachen raussuchen. Wir haben zusammen die Tasche gepackt und gegen 6:00 Uhr war Sabrina bei uns. Sie untersuchte mich und merkte, dass es echte Wehen waren und der Muttermund ca. 3 cm auf war. Ich hatte immer noch Sorge ins Krankenhaus zu müssen und eine Hausgeburt konnte ich mir mit Fritz und Wilhelm nebenan nun wirklich nicht vorstellen. Ich war schon froh, dass die beiden noch nicht aufgewacht waren. Also schlug Sabrina vor, noch eine Runde mit dem Hund zu gehen und sich dabei telefonisch mit der zweiten Hebamme zu besprechen. Sie wollte uns dann bescheid geben wie es weitergeht. Als sie ca. 15 min später anrief und sagte, dass sie auf dem Weg ins Geburtshaus sei um alles vorzubereiten und wir kommen könnten, fiel mir ein ganzer Fels vom Herzen.</p>
<p>Um 7:00 Uhr waren wir dann im Geburtshaus. Sabrina hatte schon jede Menge Kerzen angezündet und ließ gerade das Wasser in die Wanne laufen. Die Zwischenzeit war für mich sehr anstrengend. Die Wehen waren nun irre stark und es gab kaum eine Position in der ich es gut aushalten konnte und ich war mir auf einmal gar nicht mehr so sicher, ob ich überhaupt baden wollte. Von den beiden anderen Geburten hatte ich aber noch in Erinnerung, dass es in der Wanne gut war – auch wenn die Großen „an Land“ geboren wurden, also wollte ich es probieren. Sabrina untersuchte mich vorher noch und ich war sehr erleichtert, als sie mir sagte, dass der Muttermund schon 7 cm auf war. Und dann konnte ich tatsächlich in den Wehenpausen im warmen Wasser entspannen. Ein paar Minuten später kam auch Jule herein „Hallo ich bin die Jule. Schön Dich kennen zu lernen“. Das fand ich auch!</p>
<p>Die nächste Stunde verbrachten wir mit Smalltalk in den Wehenpausen. Sabrina, Jule und die Hebammenschülerin vor mir, mein Mann an meiner Seite, haben wir geredet und viel gelacht. Die Sonne schien herein und die Atmosphäre war einfach toll. Wir alle waren erstaunt, wie entspannt das Ganze ablief.</p>
<p>Es war ein wunderbarer Morgen – perfekt um unser Kind auf die Welt zu bringen!</p>
<p>Bei der nächsten Untersuchung stellte Sabrina fest, dass der Muttermund ganz auf war und unser Kind schon ganz schön drückte. Nur ein kleines Stückchen hatte sich vor das Köpfchen geschoben. Jule meinte irgendwann, ich solle mich doch mal in den Vierfüßler begeben, dann könnte sie das wegmassieren. Und ich dachte noch „Vierfüßler in der Wanne???“ Es ging aber wider Erwarten ganz gut und auch der Weg für das Köpfchen war dank Jules Hilfe und ein bisschen Mitschieben ganz schnell frei. Aber wie sollte ich jetzt wieder in die Ausgangslage zurückkommen? Das schien mir unmöglich! &#8211; klappte aber dann in einer Wehenpause doch irgendwie und dann durfte ich auch schon pressen.</p>
<p>Nach einiger Anstrengung wurde das Köpfchen geboren – was für ein irres Gefühl, den Kopf des eigenen Kindes so unter Wasser zu sehen und auf die nächste Wehe zu warten. Noch ein paar mal pressen und um 8:39 Uhr konnte ich unseren kleinen Schatz im Arm halten. Ich hatte das Murkelchen direkt auf der Brust und Sabrina deckte es mit einem warmen Handtuch zu. So verbrachten wir die ersten Minuten völlig überwältigt und überglücklich.</p>
<p>Nach einiger Zeit fragte Jule dann: „Habt Ihr eigentlich gesehen, was es ist?“ Ich hatte es nicht und auch sonst keiner im Raum. Also meinte ich „Soll ich mal schauen?“. Vorsichtig hob ich unser Baby an und verkündete: „Es ist ein Karl“. Nun hatte ich es also mit vier Männern zu tun.</p>
<p>Nachdem mit etwas Verzögerung auch die Nachgeburt geschafft war  &#8211; O-Ton Jule: „Das ist ja ne Familienpizza!“ und Sabrina sich davon überzeugt hatte, dass ich nicht gerissen war, konnten wir die erste Kuschelzeit zu dritt genießen und Stillen auf dem wunderschönen Himmelbett. Dann wurden Karls Traummaße (51cm und 3600g) festgestellt und das 3 Wochen vor errechnetem Entbindungstermin, was ihm gleich den Spitznamen „Specki“ einbrachte. Sabrina half mir beim Duschen und Sebastian kümmerte sich um Karls Outfit und ein paar Minuten später saßen wir alle gemeinsam an dem liebevoll gedeckten Frühstückstisch um uns nach dieser Stärkung nach hause zu verabschieden.</p>
<p>Als Fritz aus der Schule und Wilhelm aus der Kita kamen, waren sie glücklich, dass das Geschwisterchen tatsächlich ein Bruder ist und haben sich gleich liebevoll um ihn gekümmert.</p>
<p>Leider ging es dann doch nicht ganz ohne Krankenhaus, denn Karl bekam nach ein paar Tagen eine Neugeborenengelbsucht und musste 2 ½ Tage in der Kinderklinik behandelt werden. Das haben wir aber gut überstanden, denn auch dort haben sich alle sehr gut um uns gekümmert.</p>
<p>Der Karl hat unsere Familie komplett gemacht und Ihr habt die Voraussetzungen für ein wundervolles Geburtserlebnis geschaffen. Ich denke sehr gerne an die Stunden im Geburtshaus zurück und bin dankbar für dieses Gefühl, mein Kind „allein“ auf die Welt gebracht zu haben. Natürlich war auch diese Geburt schmerzhaft und anstrengend, aber was mir in Erinnerung bleiben wird, ist die wunderschöne ruhige Atmosphäre, das Lachen, die freudige Erwartung und dieses unglaubliche Glücksgefühl, als es geschafft war.</p>
<p>Vielen Dank dafür!</p>
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